Heilung für den Heilbutt

Fanglimits einer internationelen Kommission verfügt.

Das Mekka der Heilbutt-Fischer ist zweifelsohne Homer in Alaska (U.S.A.) mit etwa 4.000 Einwohnern. Dort gibt es, nach Angaben der Bevölkerung, den größten Bestand dieser weltgrößten Plattfische (bis zu drei Metern lang und über 300 kg Gewicht!), vor allem in der Mündung der Kachemak Bay im Golf von Alaska. Die selbsternannte “Welthauptstadt des Heilbutt-Fischens” veranstaltet jedes Jahr ein Derby, bei welchem der Angler mit dem größten Heilbutt eine Menge Geld verdienen kann.

Sportfischer aus aller Welt lieben die Herausforderung, einen solch großen Fisch zu bezwingen. Kein Wunder also, dass es immer mehr Charter-Gesellschaften gibt, die mit Booten zu den aussichtsreichen Stellen fahren. Dumm nur für den Heilbutt: Da die Nachfrage immer mehr steigt, ist er auch vom kommerziellen Fischfang betroffen – hat sich doch der Preis pro Pfund innerhalb von sechs Jahren auf über vier Dollar mehr als verdoppelt.Weil sich die Fischgründe nicht an Landesgrenzen halten, ist die Internationale Pazifik-Heilbutt Kommission (IPHC) schon seit 1923 eine internationale Organisation. Sitz der IPHC ist die University of Washington in Seattle. Mitglieder sind die USA und Kanada. Nach dem Willen eben dieser soll nunmehr zügig gehandelt werden. Die alarmierenden Zahlen lassen laut IPHC nur einen Schluß zu: Um die Heilbutt-Bestände an der Westküste Nordamerikas (von Kalifornien bis zur Beringsee) zu schützen muß ein Fanglimit ausgesprochen werden.

Für das Jahr 2007 galt noch ein Fanglimit von 65 Millionen Pfund, für 2008 soll es abermals um 6 Millionen Pfund gesenkt werden. Rechnet man ein Durchschnittsgewcht von etwa 20-25 Pfund je Fisch so ergibt das eine Stückzahl an Fischen von ca. 2,6 Millionen. Aufgabe der USA und Kanadas ist nun, für die einzelnen Gewässer festzulegen, wieviel gefischt werden darf.

Bei den kommerziellen Fischfang-Gesellschaften klappt dies recht gut – nicht zuletzt aufgrund der hohen Strafen, wie IPHC-Direktor Bruce Leaman mitteilt, allerdings sei die Sportfischerei praktisch ohne Kontrolle. Allerdings wurde bereits 2007 eine Grenze für die Sportangler gezogen: Ein Fisch pro Person und Tag für zwei bis sechs Wochen.

Natürlich kann eine Kommission nicht mehr als Empfehlungen aussprechen. Sowohl Kanada als auch die USA haben bestehende Limits bisher nicht kontrolliert. Doch auch dies soll sich nun ändern. In Alaska, mit 80% der Heilbuttbestände, dürfen Sportfischer nur mehr als zwei Fische pro Tag angeln, sofern diese eine Länge von 32″ (also ca. 81 cm) nicht überschreiten.

Homer’s Handelskammer, die für das jährliche Derby zuständig ist, macht sich indess keine großen Sorgen. Der nächste  Wettbewerb ist fest geplant. Er beginnt im Mai und wird bis September dauern – mit etwa 180.000 US-Dollar an Preisgeldern.

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